Autor: jalu

  • Cookies: Mostly harmless?

    Cookies: Mostly harmless?

    S2/E23 Schon Hänsel und Gretel hatten ihre Probleme mit Keksen oder Brotstücken. Sie sollten ihnen den Weg aus dem Wald weisen, die Krümel wurden allerdings vor dem Einsatz als Wegweiser von den Vögeln aufgepickt. Vielleicht war dieses Märchen, gesammelt von den Gebrüdern Grimm, die Blaupause für ein stetiges Ärgernis im Web: Cookies. Harmlos? Spionagetools? Komfortabel?


    Und gibt es was Neues zu Cookies?
    Diese „Cookie“ Geschichte hinter den Pixeln führt uns vielleicht in ein Tollhaus, zeigt uns aber auf jeden Fall deutlich den stetigen Kampf im Web zwischen unserer Bequemlichkeit und der notwendigen Aufmerksamkeit, um nicht als Teil eines gut gefütterten, profitablen Datensatzes bei einem Databroker in den USA zu landen.

    Dabei fing alles so harmlos an, will man uns weissmachen. Kleine Textdateien würden Informationen enthalten die dazu dienten, uns das Einloggen auf unseren liebsten Seiten zu erleichtern. Was auch spürbar richtig war. Weshalb diese „Cookies“ genannt wurden? So genau weiss man es nicht, der Erfinder Lou Montulli erzählt die Geschichte von HTTP Dateien, die beim Laden einer Webseite zur Wiedererkennung genutzt werden und „Magic Cookie“ genannt wurden.

    Aus den Cookies wurden über die Zeit Schokoriegel, die in ihrem Inneren mit Schokolade, Creme, Nüssen und Angelhaken bestückt werden könnten. Und ihren wahren Charakter unter falscher Flagge zuckersüß verstecken konnnten.

    Aber das schon mal vorweg: Harmlose Textdateien waren es so wirklich nie. Cookies scheinen uns Menschen alledings „schmackhafter“ als wenn wir einen „Datenbankeintrag“ aufgetischt bekämen.

    Quellen

    AFFILIATE-MARKETING GRUNDLAGEN, METHODEN UND EXPERTENWISSEN
    Zitat: „Du möchtest Dir ein Affiliate-Business aufbauen oder Dein Geschäftsmodell optimieren? Jan Schusts Standardwerk bietet Dir einen Überblick über wichtige Themen der Branche. Lies exklusiv bei uns einige Auszüge:“
    https://www.100partnerprogramme.de/affiliate-marketing/

    Zitate aus dem sehr informativen Blog dr-dsvgo.de
    „Einwilligungsabfragen werden oft als Cookie Popups oder Cookie Tools bezeichnet und als solche angesehen, obwohl dies falsch ist. Noch schlimmer sind Webseiten, die sogenannten Cookie Blocker einsetzen, die alle einwilligungspflichtigen Plugins nachträglich deaktivieren sollen, bis eine Einwilligung vom Nutzer erteilt wurde. Moderne Browser und Ad Blocker blockieren diese Cookie Dienste, die dann wiederum die kritischen Plugins nicht mehr blockieren können.“
    https://dr-dsgvo.de/das-ende-der-cookie-blocker-datenschutzfreundliche-browser-und-werbeblocker/?z=393811832&msh=11466&ct=0

    Consent Tools aus Sicht der Affiliates mit dem wichtigen Hinweis: Über „Tricks“ gewonnene Einwilligungen können rechtswidrig sein.
    „Dark Patterns im Consent Management – und warum Sie lieber darauf verzichten sollten
    „Dark Patterns sind bei der Gestaltung von Cookie-Bannern weit verbreitet. Warum die Nutzer Einwilligung dann allerdings nicht gültig ist, erklären wir hier“.
    https://usercentrics.com/de/knowledge-hub/dark-patterns-im-consent-management/

    Einsatz von Third Party Cookies
    Zitat: „Cookies von Drittanbietern werden aussterben – da ist sich die Branche mittlerweile einig. Kein Wunder, basieren sie doch auf einer vergleichsweise veralteten Technologie, die nicht zuletzt immer wieder aufgrund ihrer invasiven Wirkung in Frage gestellt wird…“
    https://usercentrics.com/de/knowledge-hub/google-ersetzt-floc-durch-topics/


    Eine recht vollständige Übersicht zu Affiliate Programmen: Themen, Unternehmen, Provisionen

    https://www.100partnerprogramme.de/themen/

    Data Brokerage – Zahlen und Fakten zu einem interessanten Business
    Der Markt für Zahlen, Daten, Fakten des Marktes Data Brokerage ist vielfältig. Die Prognosen weichen zum Teil stark voneinander ab. Die folgende Quelle berücksichtigt die Einschränkungen des Datenmarktes mit Consumer Data (Private Daten) und die Ausweitung des Marktes von IoT (Internet of Things: Smart Home, Sensoren, CCTV, Verkehrsdaten, Out Of Home Media (Aussenwerbung) etc.
    Die im Podcast genannten Umsätze nutzen diese Quelle:
    „The global data broker market was valued at US$319.030 billion in 2021 and is expected to grow at a CAGR of 7.96% over the forecast period to reach US$545.431 billion in 2028.“
    https://www.knowledge-sourcing.com/report/global-data-broker-market

    Episodenbild

    Kaum ein Märchen hat Begrifflichkeiten und Methoden im Web so stark geprägt wie die Geschichte von Hänsel und Gretel*. Bekannt sind die „Breadcrumbs“ in der Navigation auf einer Webseite. Die Krümel helfen uns bei der Orientierung und zeigen, wie wir „hierhin“ gekommen sind.

    Wer das Märchen kennt weiß, dass Kieselsteine als permanente Markierungen besser geeignet sind zur „Navigation“.

    Das Episodenbild zeigt uns Hänsel, in den Händen jeweils einen hellen Kieselstein. Voller Zuversicht schaut er uns an, diesmal klappt es, den Weg zurück zu finden. Im Hintergrund sieht man Vater, Mutter und Gretel.

    Das Bild wurde Ende des 19.Jhds für einen Märchenband von Carl Offterdinger gezeichnet.

    Aus: „Mein erstes Märchenbuch“, Verlag Wilh. Effenberger, Stuttgart, Ende 19. Jhd.

    ⁠https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Offterdinger_Hansel_und_Gretel_(1).jpg?uselang=de#/media/File:Offterdinger_Hansel_und_Gretel_(1).jpg⁠

    *Anmerkung 1: Zugegeben – ich kenne nur „Hänsel und Gretel“ als Märchen, dem ich einen Einfluß auf Bezeichnungen von Web und Navigationsanwendungen in Land-, See- und Luftfahrzeugen unterstellen könnte.

    **Anmerkung 2: In der ersten Fassung der Beschreibung habe ich zuerst die Brotkrümel, und dann die Kieselsteine als Navi-Hilfen erwähnt. Richtig ist: Der erste Versuch die Kinder auszusetzen misslang, weil Hänsel Kieselsteine mitführte. Der zweite Versuch wäre fast geglückt. Hänsel hatte nur Brotkrumen mit zur Kennzeichnung des Weges. Sie wären verhungert, wenn sie nicht auf ein Lebkuchenhaus (essbar) gestoßen wären. Insgesamt eine Geschichte voller Gewalt, seitens der Eltern, der Hexe und auch der Kinder.

  • I hope you are not concerned – ChatGPT und die Emergenz einer Theory Of Mind

    I hope you are not concerned – ChatGPT und die Emergenz einer Theory Of Mind

    David Premack und Guy Woodruff waren sich sicher: Sarah hatte gleich bemerkt, dass mit dem Kerl etwas nicht stimmte. Und offensichtlich hatte sie nun keine Zweifel mehr: Der Kerl würde ihr ganz sicher immer die falsche Lösung zeigen und – schlimmer noch – am Ende die Belohnung einfach für sich behalten. Der spielte mit gezinkten Karten! Ein Betrüger! Sarah wurde schnell misstrauisch. Kurz danach verweigerte sie dann jede weitere Zusammenarbeit. Konsequent. Mit dem Betrüger wollte sie nichts mehr zu tun haben. Sarah war eine ziemlich nachtragende Schimpansendame.

    Premack und Woodruff konnten Ende der 70er Jahre in ihren bahnbrechenden Untersuchungen mit Schimpansen – wie Sarah – zeigen, wie überaus konsequent und genau diese Primaten Artgenossen und auch Menschen beobachten, um etwas über deren Innenleben in Erfahrung zu bringen. Die Forscher mussten einen Begriff hierfür finden und nannten die Fähigkeit, Motive, Absichte, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale von anderen zu erkennen und in das eigene Verhalten einzubeziehen…

    Theory Of Mind

    Haben Schimpansen also …Theorien? Premack und Woodroff argumentieren hier sehr klar: Offensichtlich waren ihre Primaten dazu in der Lage, Dinge, die nicht direkt und offen beobachtet, sondern nur geschlussfolgert werden können, für die Vorhersage eines zukünftigen Geschehens zu berücksichtigen. So ist eine Absicht als solche ja nicht sichtbar, sondern nur aus den Konsequenzen eines Verhaltens zu erschließen. Dass jemand mit gezinkten Karten spielt, setzt eine „innere mentale Repräsentation“ dieser Eigenschaft voraus und Annahmen darüber, was in einer Situation geschehen wird. Genau das macht aber eine Theorie.

    Die „Theory of Mind“ wurde etwa zehn Jahre später in der Entwicklungspsychologie aufgegriffen – das ist die Teildisziplin, die sich um die Frage kümmert, wie sich Menschen im Verlauf ihrer Lebensspanne verändern. Verschiedene Wissenschaftler/innen begannen mit speziellen Aufgaben das Vorhandensein von Theories of Mind bei Kindern zu untersuchen. Beim einigermaßen berühmten „Sally-and-Ann-Problem“ muss ein Kind verstehen, dass Ann in einem von Sally unbeobachteten Moment eine Situation so manipuliert, dass Sally eine falsche Entscheidung treffen muss, genauer: Ihre Murmel in der falschen Kiste suchen wird… Theory of Mind Aufgaben gibt es mittlerweile im Dutzend und auch Befunde, dass autistische Kinder eben mit diesem Typ von Fragestellung besondere Schwierigkeiten haben.

    Warum ist das interessant? Nun, neuere Untersuchungen an Large Language Bot-Systemen – speziell CharGTP – legen nahe, dass auch diese über Theories of Mind verfügen, und zwar in einer Qualität, die man in etwa bei 9jährigen Kindern findet. Die Details berichten wir im Podcast. Wenn dem wirklich so wäre – und mit Sicherheit kann das im Moment noch niemand sagen – hätte sich etwas abgespielt, was man in den Lebenswissenschaften mit einem speziellen Begriff bezeichnet, nämlich:

    Emergenz

    Emergenz bezeichnet den gerade angedeuteten Sachverhalt: Ein System wird größer, die Breite, Tiefe und Anzahl der Elemente nimmt zu, dann kann man regelmäßig (sozusagen naturgesetzlich) beobachten, dass neue Eigenschaften entstehen, die sich aus den Merkmalen der Einzelelemente nicht mehr herleiten lassen. „Selbstorganisation“ ist hier ein anderer wichtiger Begriff. Lebende Systeme organisieren sich selbst, ordnen sich, regulieren sich, bilden Schichten und Sub-Strukturen…

    • Termiten bilden emergent Termitenvölker
    • Hirnzellen bilden emergent Strukturen höherer Ordnung bis zum Gehirn
    • Korallentierchen bilden emergent riesige Ökosysteme
    • Bienen bilden emergent komplexe Bienenvölker
    • Körperzellen bilden Gewebe, Organe, Organismen
    • usw.

    Damit ist unser Vokabular für diese Podcastfolge endlich komplett: Wir fragen uns, ob es wirklich sein kann, dass ChatGPT eine Theory Of Mind entwickelt hat oder – anders formuliert – was es bedeuten könnte, dass er/sie/es die entsprechenden Aufgaben, mit der Theories of Mind bei Menschen untersucht werden, mit Leichtigkeit löst.

    Quellen:

    • Das erwähnte und sehr empfohlene Online-Lexikon für Psychologen und Pädagogen, das von dem österreichischen Psychologen Werner Stangl geschrieben und gepflegt wird, findet man unter dieser URL: https://lexikon.stangl.eu/

      Und hier speziell den Artikel zur Definition der Theory of Mind:
      https://lexikon.stangl.eu/511/theory-of-mind
    • Der erste wissenschaftliche Artikel, in dem der Begriff „Theory of Mind“ verwendet wird, stammt aus der Primatenforschung:
      Premack, D., & Woodruff, G. (1978). Does the chimpanzee have a theory of mind?. Behavioral and brain sciences, 1(4), 515-526.
      Online abrufbar auf der Researchgate-Profilseite von Guy Woodroff: https://www.researchgate.net/profile/Guy-Woodruff/publication/232003352_Does_a_chimpanzee_have_a_theory_of_mind/links/61e7fad48d338833e37df26a/Does-a-chimpanzee-have-a-theory-of-mind.pdf
    • Die Studie zu den Theory of Mind Fähigkeiten autistischer Kinder, in der die Sally and Ann Aufgabe eingeführt wurde, hat folgende Quelleninfo:
      Baron-Cohen, S., Leslie, A. M., & Frith, U. (1985). Does the autistic child have a “theory of mind”?. Cognition, 21(1), 37-46.
      Online abrufbar auf einer Website „Autismtruths.org“ unter der URL: http://autismtruths.org/pdf/3.%20Does%20the%20autistic%20child%20have%20a%20theory%20of%20mind_SBC.pdf
    • Francesca Happè’s Artikel zum Messen von Theories of Mind mit einem komplexen Aufgaben-Set:
      Happé, F. G. (1994). An advanced test of theory of mind: Understanding of story characters‘ thoughts and feelings by able autistic, mentally handicapped, and normal children and adults. Journal of autism and Developmental disorders, 24(2), 129-154.
      Der Artikel ist leider nicht offen im Web zugänglich.
    • Holterman, B., & van Deemter, K. (2023). Does ChatGPT have Theory of Mind?. arXiv preprint arXiv:2305.14020.
      https://arxiv.org/pdf/2305.14020.pdf
    • Der Artikel von Michael, der Anlass zu unseren Spekulationen in Sachen Theory of Mind war:
      Kosinski, M. (2023). Theory of mind may have spontaneously emerged in large language models. arXiv preprint arXiv:2302.02083.
      https://arxiv.org/pdf/2302.02083.pdf
    • #Der Beitrag aus den Microsoft Research Labs zu „Funken von allgemeiner künstlicher Intelligenz“, untersucht an verschiedensten Aufgabentypen.
      Bubeck, S., Chandrasekaran, V., Eldan, R., Gehrke, J., Horvitz, E., Kamar, E., … & Zhang, Y. (2023). Sparks of artificial general intelligence: Early experiments with gpt-4. arXiv preprint arXiv:2303.12712.
      https://arxiv.org/pdf/2303.12712.pdf?utm_source=webtekno
    • Die Fabel „The Owl Was God“ von James Thurber, die in unserer Diskussion erwähnt wird, kann im Original hier nachgelesen werden:
      https://readandripe.com/the-owl-who-was-god/

    Quelle zum Episodenbild:

    Wir können der Versuchung nicht widerstehen, die allerklassischste aller Geschichten zum Freisetzen ungeahnter Kräfte für unser Episodenbildes heranzuziehen: die Büchse der Pandora. Sie brachte das Unglück über die Welt, weil sie der Versuchung nicht widerstehen konnte, ein Gefäß zu öffnen, in dem alles Leid und Laster der Menschheit eingeschlossen waren. Ein Racheakt von Zeus an der Menschheit – dafür, dass Prometheus (Pandoras Schwager) den Göttern das Feuer gestohlen hatte.

    Es gibt Dutzende von Pandora-Darstellungen, viele davon sind hunderte Jahre alt. Wir haben uns für eine Version von Dante Gabriel Rossetti aus dem Jahr 1871 entschieden. Rossetti (1828 -1882) war mitnichten ein italienischer Renaissancekünstler, wie der Name nahelegt, sondern ein britischer Dichter und Maler. Er war die treibende Kraft der Schule der Präraffaeliten, die sich in ihrer Arbeit an den großen Malern der Renaissance – namentlich Raffael – orientierten.

    Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dante_Gabriel_Rossetti_-_Pandora.jpg

  • 2 Jahre achwas.fm

    2 Jahre achwas.fm

    Plauderei aus dem Labor eines Podcast

    (S2/E21) Dies ist keine Neue Folge. Oder doch, aber – irgendwas ist anders. Zum einen: Wir hatten unser zweijähriges Jubiläum vergessen. Unser Start mit achwasfm.janlucash.com/ war am 11. Juni 2021. Zum anderen: zum ersten Mal habe wir den Termin für eine neue Folge "gerissen". Workload und Lifeload mussten diesmal Vorrang haben. Und die neue Folge wird im wieder im 14-Tage-Turnus erscheinen.

    Diesmal also fast eine drei-viertel Stunde Experiment: Eine Folge „Dampfplauderei“. Keine Recherche, Serendipity.

    Wir interviewen uns gegenseitig, sprechen über Folgen und die Folgen, weshalb wir immer versuchen eine Minute unter einer Stunde zu bleiben und erzählen, wie alles begann. Gewähren einen Blick ins Podcast Labor. Über das, was wehtut und das, was Freude bereitet. Und es gibt einen Sneak Preview auf die Folgen der nächsten Monate.

    Was noch? Achja: Aktuelle Lieblingspodcasts, mit denen wir uns gegenseitig tatsächlich überraschen konnten.

    Quellen

    Apropos „Dampfplaudern, unrecherchiert“: Neuere Studien ergeben: Die 45 Minuten Schulstunde entstand zwar in Preussen, aber ganz anders, nämlich wissenschaftlich hergeleitet. Was stimmt: die nützlichere Minutenzahl für Wissenschaft sind 60 Minuten. Also 59″:56′.
    https://www.dhm.de/blog/2018/08/15/geschichten-aktuell-warum-hat-eine-schulstunde-45-minuten/

    Beethovens Lieblingsportrait des Malers Willibrord Joseph Mähler https://de.wikipedia.org/wiki/Willibrord_Joseph_Mähler
    und sein geheimnisvoller Arbeitsplatz, die Geheime Kabinettskanzlei
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Kabinettskanzlei

    Auch In der achwasfm.janlucash.com/ Folge "Beethovens Tod und Social Media"
    https://achwasfm.janlucash.com/s02-folge-01-beethovens-tod-und-social-media/

    Wir fügen an dieser Stelle die aktuellen Lieblingspodcasts ein.

    Was tun Herr General? (mit Mike Heerdegen-Simonsen und Erhard Bühler, Generalleutnant des Heeres a.D. und ehemaliger NATO-General zum Ukraine Krieg).
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/id1613697151

    Geschichte aus der Geschichte (… ist ein deutschsprachiger Geschichtspodcast der Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer.
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/geschichten-aus-der-geschichte/id1044844618

    Quarks Science Cops (Die Aufgabe der Science Cops, Maximilian Doeckel und Jonathan Focke ist, unwissenschaftlichen Unfug aufzudecken und richtigzustellen)
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/quarks-science-cops/id1542972491

    ach komm (Mit der Bestsellerautorin, Sexologin, Sex- und Paartherapeutin Ann-Marlene Henning und der Magazin Redakteurin Caro Burchhard)
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/ach-komm-der-sex-podcast/id1505978359

    Geiler coachen! (Von und mit der NeuroCoach Tanja Klein zum Thema „Besser Coachen“)
    https://podcasts.apple.com/de/podcast/geiler-coachen/id1688134933

    Folgenbild

    Da war uns DALLE°E wieder zur Stelle. Der Prompt lautet
    „In the style of René Magritte two men toasting with two glasses of wine“

    (generiert 1.7.2023, Prompt by achwasfm.janlucash.com/.
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  • Von Dämonen heimgesucht: Verschwörungstheorien I.

    Von Dämonen heimgesucht: Verschwörungstheorien I.

    Heute bewegen wir uns in einer Welt voller mysteriöser Intrigen und geheimer Machenschaften. In unserer neuesten Podcast-Folge tauchen wir tief ein in das faszinierende Universum der Verschwörungstheorien. Von 9/11 bis zur Dolchstoßlegende und dem amerikanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 – wir werfen einen Blick auf einige der bekanntesten Verschwörungstheorien der Geschichte.

    Machen wir es chronologisch:

    1. Die Dolchstoß-Legende – Ein Wendepunkt der deutschen Geschichte: Diese Verschwörungstheorie besagte, dass die deutsche Niederlage nicht auf dem Schlachtfeld, sondern durch Verrat im eigenen Land verursacht wurde. Die politischen Wirren jener Zeit waren ein fruchtbarer Nährboden für solche Spekulationen und ihre Konsequenzen erstreckten sich über die ganze Welt und das gesamte 20. Jahrhhundert.

    2. Pearl Harbor 1941 – Der plötzliche und verheerende Angriff auf die US-amerikanische Marinebasis Pearl Harbor führte zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Doch gibt es auch Stimmen, die behaupten, dass die US-Regierung von dem bevorstehenden Angriff wusste und ihn zuließ, um einen Kriegseintritt zu rechtfertigen …

    3. 9/11 – Der Tag, der die Welt erschütterte: Einige Theoretikerinnen und Theoretiker behaupten, dass die Anschläge vom 11. September 2001 gar nicht das Werk von Terroristen waren, sondern von Regierungsvertretern inszeniert wurden, um politische Agenden voranzutreiben. Wir konnten zu unserem Erstaunen feststellen, dass dies Debatte bis heute hitzig geführt wird.

    Was treibt Menschen dazu, solche Theorien zu glauben? Misstrauen gegenüber Regierungen, das Bedürfnis nach einfachen Erklärungen oder einfach die Faszination für Geheimnisse und Mysterien? In einer Welt voller Unsicherheit scheinen Verschwörungstheorien einen Sinn und eine Ordnung zu bieten, auch wenn sie auf dünnen oder gar keinen Beweisen basieren und auch dann noch, wenn sie eigentlich durch Fakten widerlegt sind.

    Oder ist es der Reiz des Ungewissen? Verschwörungstheorien haben anscheinend ihren ganz eigenen Charme. Sie geben ihren Anhänger/innen das Gefühl, Insiderwissen zu besitzen und die Wahrheit hinter den Kulissen zu kennen. Doch ist es wichtig, skeptisch zu bleiben und kritisch zu hinterfragen, welche Beweise tatsächlich vorliegen und welche lediglich Spekulationen sind. Eigentlich sind Wissenschaftler/innen für diese Aufgabe prädestiniert. Sie werden schließlich dafür ausgebildet werden zu unterscheiden: zwischen Fakten, Indizien, Dingen-die-so-scheinen-als.ob-sie-Fakten wären und Mumpitz. So sollte man meinen, dass sie im gesellschaftlichen Diskurs in der Pole Position sein sollten, etwa in der Auseinandersetzung um die Frage, ob es den Klimawandel gibt, ob der Coronavirus von Bill Gates synthetisiert wurde oder ob außerirdische Reptilien eine Weltregierung anstreben. Dass dem nicht so ist, sondern dass im Gegenteil die traditionellen Hüter/innen der Wahrheit und Objektivität – nämlich Wissenschaftler/innen und Journalist/innen seriöser Medien – zum Feinbild aufgebaut werden, erfüllt uns mit Sorge und wirkt auf uns wie eine geistige Autoimmun-Erkrankung der Menschheit.

    In unserer Podcast-Folge tauchen wir noch tiefer in die abenteuerliche Welt dieser Theorien ein und untersuchen, wie sie entstehen, verbreitet werden und welchen Einfluss sie auf unsere Gesellschaft haben.

    Bereitet euch vor auf eine Reise in die Untiefen der Verschwörungstheorien.

    Quellen zur Folge

    • Die Liste der Verschwörungstheorien durch die Jahrhunderte auf Wikipedia:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Verschw%C3%B6rungstheorien
    • Auf ARTE: Die Verschwörungstheorien und Fake News der russischen Propaganda, Ein Jahr Fake News: Das „Best Of“ der russischen TV-Propaganda, zusammengefasst von Masha Borzunova.
      https://www.youtube.com/watch?v=Arya8y_0EG8
    • Nochmal youtube: Der Vortrag von Prof. Wagner über Verschwörungstheorien zu dem 9/11-Anschlag.
      Besonders interessant: Die Kommentare.
      https://www.youtube.com/watch?v=lRrcAYSdQmM
    • Die Quellenangabe für das Buch von Michael Barkun, dem wir die Idee der verschwörungstheoretischen Axiome verdanken (…obwohl er sie nicht so nennt) lautet: Barkun, M. (2013). A culture of conspiracy: Apocalyptic visions in contemporary America (Vol. 15). Univ of California Press.
      (leider nicht online verfügbar)
    • Das am Ende des Podcasts erwähnte Buch von Carl Sagan:
      Sagan, C. (2011). The demon-haunted world: Science as a candle in the dark. Ballantine books.
  • Last, but not least. Longtail

    Last, but not least. Longtail

    (S2/E19) Wie häufig kamen in der preussischen Kavalerie in der Zeit von 1875-1894 Offiziere durch den Huftritt eines Pferdes ums Leben? Und weshalb sollte das uns interessieren? Gehen Sie einem eher seltenen Hobby nach? Wissen Sie, weshalb „Never Events“ hoffentlich nichts mit einem möglichen Krankenhausaufenthalt zu tun haben sollten? Vielleicht sind Sie Sammler*in und haben gerade am Wochenende eine seltene Vinyl von Genesis ersteigern können?

    In dieser Folge beschäftigen wir uns mit den viele Aspekten des Longtails, einem Phänomen, dass uns im täglichen Leben begegnen könnte: Seltene Ereignisse. Wir haben uns aus der Vielzahl möglicher Seltenheiten zwei herausgesucht: Schon etwas länger liegt es zurück, dass sich Ladislaus von Bortkewitsch (1868 – 1931; ein in Deutschland lehrender russischer Ökonom und Statistiker polnischer Abstammung) mit dem „Tod durch Huftritt*“ preussischer Offiziere auseinandersetzte. Jahr für Jahr passierte es, die Anzahl der Ereignisse war gering – aber nahezu konstant.

    Die Welt ohne Web

    Quelle: Ladislaus von Bortkewitsch „Das Gesetz der kleinen Zahlen“, 1898. Erstausgabe als PDF
    https://ia903406.us.archive.org/13/items/dasgesetzderklei00bortrich/dasgesetzderklei00bortrich.pdf

    Ähnlich die „Never Events“, so werden Ereignisse in Krankenhäusern weltweit bezeichnet, die einfach nicht passieren dürfen – denn diese enden vielleicht tödlich oder beeinträchtigen das Leben eines Menschen über eine lange Zeit.
    Die erste Quelle fokussiert auf die Situation in UK und den USA:
    https://psnet.ahrq.gov/primer/never-events

    Dem Phänomen möchte man auch mittels Künstlicher Intelligenz „zu Leibe rücken: „Factors contributing to preventing operating room „never events“: a machine learning analysis.“
    https://psnet.ahrq.gov/issue/factors-contributing-preventing-operating-room-never-events-machine-learning-analysis

    In Deutschland beschäftigen sich u.a. die Chirurgen mit dem Thema der „Never Events“
    https://www.bdc.de/patientensicherheit-in-deutschland-geschichte-und-gegenwart/?parent_cat=

    Ein wenig zur Statistik seltener Ereignisse – die Poisson Verteilung
    bietet die Chance, sich mit ein wenig Mathematik selbst mal ein Bild zu seltenen Ereignissen zu machen.
    https://www.datavis.ca/courses/grcat/grc1.html

    Das Web

    „Seltenheit“ hat im Web eine Bedeutung, immer dann, wenn Menschen als einzelne Wesen, wenn auch in Gruppen, betrachtet werden. Das Wort „Longtail“ beschreibt bildlich diesen Fakt: Auch für seltene Produkte, ausgefallene Hobbies, interessante Meinungen oder Einstellungen oder Verschwörungserzählungen finden sich Gleichgesinnte oder, wie bei den Produkten, Lieferanten.

    Ist das Web in dieser Ausprägung auch eine Folge von Statements (Manifesten), geboren im Silicon Valley, die deutlich machten, wie Menschen als Individuen – und nicht als „Zielgruppe“, „Konsumenten“ als Masse wahrgenommenn werden wollen?

    Das Cluetrain Manifest von 1999 – die Website der 95 Thesen
    https://www.cluetrain.com
    kostenlos online lesen
    https://www.cluetrain.com/book/foreword.html

    „Neue Clues“ berücksichtigen 2015 (16 Jahre nach dem Cluetrain Manifest) neu hinzugekommene Aspekte und machen wieder deutlich: Es ist unser Web. In 121 Thesen, kostenlos online zu lesen.
    https://newclues.cluetrain.com/#27

    Web 2.0 – Das Web als eine Plattform, die es möglich macht, selber zu schreiben, zu kommunizieren: Das Mitmach-Web (O’Reilly). kostenlos online zu lesen.
    https://www.oreilly.com/pub/a/web2/archive/what-is-web-20.html

    Folgenbild

    Für das Bild zur Folge hatten wir einen Künstler entdeckt, der bereits am Ende des 19.Jhds Dinosaurier zeichnete: Charles R. Knight prägte mit seinen Bildern unser heutiges Bild vom „Dino“. Allerdings sind diese Werke noch nicht gemeinfrei, also nicht ohne Lizenzkosten zu nutzen.

    Aber ein langschwänziger Vogel aus dem 17. Jhd vertritt den Longtail Saurier ganz gut. Albert Eckhout (geboren in Groningen 1607 – 1665 oder /66) hat, Fauna, Flora und Menschen in Brasilien gemalt. Er wurde als Illustrator für Expeditionen in Brasilien engagiert.
    Das Bild trägt den Titel „Iierebacaba“ (Schwarzmantel Scherenschnabel) und entstand ca 1653 / 1659.

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hoflössnitz_Eckhout_25br.jpg

    *Hinweisgeber: Danke an Marcel B.

  • Alles nur Bullshit Bingo –  Fake News II.

    Alles nur Bullshit Bingo – Fake News II.

    In der ersten Fake News Folge haben wir ja bereits einige der geradezu wahnwitzigen Geschichten erzählt, die als Fake News verbreitet werden und dabei an der Oberfläche dessen gekratzt, was man als „die Historie der Lügengeschichte“ bezeichnen könnte. Nun ist aber Schluss mit lustig: wir kümmern wir uns um die Wissenschaft! Das ist gar nicht so einfach, denn mittlerweile haben sich Fake News zu einem veritablen Forschungsthema ausgewachsen. Mittlerweile werden jedes Jahr 30.000 Artikel, Bücher, Buchkapitel zum Thema Fake News veröffentlicht.

    Dabei ist sicherlich unstrittig – egal in welcher Disziplin – dass Fake News toxisch sind und dass sie eigentlich verboten gehören – ein Sachverhalt übrigens, den der Schöpfer der „10 Gebote“ schon bei ihrem ersten Launch vor mehr als zweitausend Jahren ganz klar auf dem Schirm hatte.

    Dass Fake News aber mehr als ein Special-Interest-Thema für Netzaktivisten sind, wird schnell klar, wenn man sich vor Augen hält, welche Disziplinen dabei gerade mitforschen und welche Forschungsfragen dabei jeweils im Mittelpunkt stehen:

    • Pädagogik – wie kann man Kinder davor schützen, Fake zu glauben?
    • Medienwissenschaften – wie erreicht man, dass die Wirkung von Fake News neutralisiert werden kann?
    • Journalismus – welche Regeln sollten Journalist/innen befolgen, welches Verhältnis zur Wahrheit sollten sie haben?
    • Psychologie – was unterscheidet echte von falschen News, wer ist anfällig, sie zu glauben?
    • Politikwissenschaften – wie wirkt sich die Flut an Falschinformationen von politischen Akteuren auf die Zivilgesellschaft aus?
    • Kommunikationswissenschaften – wie funktioniert Propaganda mit Fake News?
    • Informatik – wie können Fake News durch Skripte und Bots verbreitet werden?
    • KI-Forschung: kann man Fake News durch maschinelles Lernen identifizieren?

    Mindestens einige dieser Fragen werden wir in unserer Folge adressieren und es kann kein Zweifel bestehen, dass die Antworten für uns alle relevant sind. Im Mittelpunkt der Folge steht dabei eine mittlerweile fast schon berühmte Forschungsarbeit aus dem Jahr 2018, in der die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Fake News mit echten News verglichen wurde. Und das Ergebnis entspricht ganz klar dem geflügelten Wort…

    Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.

    unbekannt

    Obwohl die Herkunft dieses Sinnspruchs nicht wirklich klar ist, wird es gerne wahlweise Mark Twain oder Winston Churchill zugeschrieben. Das wiederum klingt plausibel, ist aber nicht wahr – womit schon einige wichtige Zutaten für eine Fake News vorhanden sind. Einfacher gesagt: Die Fakes sind überall.

    Auf eine Wendung unserer Episode möchten wir ausdrücklich hinweisen, mit der wir uns selbst überrascht haben – und die die Idee für ihren Titel gestiftet hat: Neuerdings gibt es ernst zu nehmende Hinweise, dass Menschen, die bereit sind „Bullshit“ zu glauben, besonders anfällig für die Einwirkung von Fake News sind. Bullshit ist dabei nicht einfach dummes Zeug, sondern so etwas wie schwulstiges Geschwätz, dass sich den Anschein von Wichtigkeit und Wissenschaftlichkeit gibt, eigentlich aber ziemlich sinnlos ist. Wir folgen diesem Gedanken und überlegen, was das mit Verschwörungstheorien und ihrem kometenhaften Erfolg in den letzten Jahren zu tun haben könnte…

    Quellen zu Episode:

    Das Episodenbild:

    Neben dem Baron Münchhausen gibt es vor allem eine literarische Figur, die als Verkörperung der Probleme, in die man sich mit Lügen verstricken kann, weltweit bekannt geworden ist. Natürlich: wir meinen den berühmten „Pinocchio“ des italienischen Schriftstellers Carlo Collodi. Wir haben allerdings auf die süßlich-dümmliche Variante von Walt Disney verzichtet und gleich auf das Original aus einer der ersten Ausgaben des Pinocchio aus dem 19. Jahrhundert zurückgegriffen. Sie wurde von dem italienischen Techniker und Cartoonist Enrico Mazzanti illustriert und unser Bild wurde aus dem Titel der Ausgabe entnommen: Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinocchio.jpg

  • Die Cyber-Autodiebe. Achwas?!Crime

    Die Cyber-Autodiebe. Achwas?!Crime

    (S2/E17) Fahren Sie ein Auto? Parken Sie am Straßenrand? Hat sich schon mal jemand an Ihrem Auto zu schaffen gemacht, in der Nacht? Wir erzählen heute nicht nur die Geschichte von einem ungewöhnlichen Autodiebstahl in London vor knapp einem Jahr. Wir zeigen auch auf, wie sehr die Techniken der Attacken im Webs genutzt wurden, diesen Diebstahl erst möglich zu machen.

    Die Hauptperson unserer Folge ist ein Cybersecurity Experte – für Automobile. Zur Klärung: Wir reden nicht vom 25. Jhd, sondern vom Jahr 2022. Auch ist dieser Experte, Ian Tabor (wohnhaft in London) kein fiktiver Zeitreisender. Bevor es noch verwirrender wird, lassen wir doch seinen Freund Dr. Ken Tindell, zu Wort kommen. Beide beschäftigen sich mit elektronischen Systemen in Fahrzeugen.

    Dr. Ken Tindell schreibt in seinem Blog:

    „Dies ist eine Detektivgeschichte darüber, wie ein Auto gestohlen wurde – und wie dadurch eine regelrechte Epidemie von Hightech-Autodiebstählen aufgedeckt wurde. Sie beginnt mit einem Tweet. Im April 2022 twitterte mein Freund Ian Tabor, dass sich Vandalen an seinem Auto zu schaffen machten, den Scheinwerfer ausbauten und die Kabel abzogen“
    Und etwas später: „Das Auto war weg. Und es sieht so aus, als ob der Scheinwerfer die Diebstahlmethode war.„

    Quelle: https://kentindell.github.io/2023/04/03/can-injection/ übersetzt ins Deutsche von DeepL.

    Auch in dieser Folge lassen wir Sie nicht allein mit Ihren Gedanken und den Schlussfolgerungen zu diesem vielleicht gar nicht so ungewöhnlichen Tweet. Wir sind allerdings über diese reale Detektivgeschichte etwas auf die Schliche gekommen, das wir noch nicht auf dem Schirm hatten: Das Web steckt in mehr Dingen und Prozessen die uns umgeben. Das Internet of Things, die Vernetzung von Sensoren und Rechnern wächst und ergänzt Social Web, „unser“ menschliches Web. Und ist ähnlichen Bedrohungen ausgesetzt. Cyberattacken treffen auf „intelligente“, vernetzte Strassenlaternen, Kühlschränke, Toaster, Drucker und Kameras. Und Überraschung: Es braucht manchmal nur Geld und keine genialen Erkenntnisse, diese Attacken durchzuführen, seitdem es „Attack-as-a-Service“ zu kaufen gibt.

    Am Ende wird alles gut – wir erzählten eine wahre Geschichte und Sie wissen ein bisschen mehr, was Sie tun müssen, wenn Ihr Fahrzeug gewissen Anzeichen aufweist.

    Quellen

    Dr. Ken Tindell ist Experte für den CAN Bus, das Protokoll das die Kommunikation zwischen Bordrechner und „fast allem elektrischen und elektronischen“ im Fahrzeug sicherstellt.

    Eine gute Beschreibung, was CAN ist, findet sich auf Wikipedia:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Controller_Area_Network

    Ken Tindells Bericht über den Cyberdiebstahl ist auf github und überschrieben mit:
    „CAN Injection: keyless car theft (CAN-Injektion: Schlüsselloser Autodiebstahl)„. https://kentindell.github.io/2023/04/03/can-injection/

    Nicolas Kaufmann titelte im „Stern“ am 13.4.2023 Mit Mobiltelefon oder Lautsprecher: Wie Diebe Autos über den Scheinwerfer in Minutenschnelle stehlen
    https://www.stern.de/auto/e-mobilitaet/autodiebstahl–wie-taeter-ueber-den-scheinwerfer-in-minutenschnelle-vorgehen-33367092.html

    IoT? Lesenswert der Beitrag von Julia Moßner / Linda Bergmann (2022) Internet of Things (IoT) – Definition, Technologie und Anwendung
    https://www.industry-of-things.de/internet-of-things-iot-definition-technologie-und-anwendung-a-878883/

    Was ist DNS? Eine gute Beschreibung und Visualisierung liefert diese Webseite
    https://kinsta.com/de/wissensdatenbank/was-ist-dns/

    Folgenbild

    Wir dachten an ein Bild von „Pferdediebstahl“ – ganz gut gefiel uns die Analogie zum Auto, am besten noch mit einem Bild von vor unserer Zeitenwende. Voila.

    Odysseus (mit dem Pilos-Hut) und Diomedes stehlen die Pferde des thrakischen Königs Rhesus, den sie gerade getötet haben. Apulische rotfigurige Situla, aus Ruvo, ca 360BC
    Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhesos_MNA_Naples.jpg

    Das war eine grausame Angelegenheit. Wir haben uns daher entschieden, mutig in die Zukunft zu schauen und einem Autodiebstahlsroboter bei seinem Treiben zuzusehen. Das Bild wurde in „DALL°E2 generiert, der Prompt war „colorful painting in comic style of a steel style robot stealing a car„. Der Prompt ist schon etwas poetisch, finden wir.

  • Vom falsch Zeugnis reden: Fake News I.

    Vom falsch Zeugnis reden: Fake News I.

    Das Minnessota Multiphasic Personality Inventory (MMPI) ist so etwas wie die Mutter aller Persönlichkeitstests in der klinischen Psychologie und Psychiatrie. Er enthält mehr als 500 Fragen, die so formuliert sind, dass man sie mit „ja“ und „nein“ beantworten kann. „Meistens fühle ich mich am ganzen Körper schwach“ oder „Ich habe Freude an Kindern“. Eine Spezialität des Tests ist, dass man versucht, Verfälschungen zu erkennen, die entstehen, weil Menschen nach außen gerne besser aussehen als sie wirklich sind. Hierfür gibt es Kontrollfragen, von denen sich eine (…kommen wir langsam mal zur Sache…) als Intro für unserer Fake News Folge eignet:

    Ich sage nicht immer die Wahrheit!

    Was hat es damit auf sich? Nun, man muss diese Frage mit „ja“ beantworten, wenn man ehrlich ist, denn niemand sagt „…immer die Wahrheit“. Anders formuliert: wer diese Frage mit „nein“ beantwortet, möchte irgendwie besonders unschuldig und brav sein – und eben das interessierte die Konstrukteure des Fragebogens. Es scheint also, dass die Lüge zum gesunden Leben dazugehört, in allen Varianten, die möglich sind (Notlügen, Verheimlichen, Leugnen, Prahlen, Fabulieren). Betrachtet man die Sache moralisch, wird man dabei sicherlich zwischen verschiedenen Graden von Harmlosigkeit oder Toxizität von Lügen unterscheiden müssen. Ein dreijähriges Kind, das uns hinsichtlich der Menge der eben gerade konsumierten Süßigkeiten anschwindelt, um den Nachschub zu sichern, wird man kaum als bösartig und raffiniert bezeichnen. Eltern, die ihren Kindern erzählen, das Christkind sei da gewesen, sind weder notorische noch besonders bösartige Lügner. Wer in einer Verkehrskontrolle die Menge der eben gerade konsumierten alkoholischen Getränke nach unten korrigiert, um den Verdacht der Gesetzeshüter/innen nicht übermäßig auf sich zu ziehen, hat zumindest unser Verständnis. Man kann sogar Höflichkeit als besonders diffizile Lügendisziplin verstehen („Nein, nein Du siehst prima aus!“) So gesehen ist also Lüge nicht gleich Lüge und es scheint bei genauerem Nachdenken auch fast unmöglich, sich ein Leben ganz ohne Lügen vorzustellen.

    Wie ist das mit Medien? Immerhin haben wir den Anspruch, dass Dinge, die in großen Medien vermeldet und multipliziert werden, der Wahrheit entsprechen sollten. Lange Zeit hat dies auch funktioniert. Wenn man etwas in der Zeitung gelesen oder im TV-Gerät gesehen hatte, dann war das über Jahrzehnte ein Anzeichen dafür, dass es sich um Tatsachen handeln musste – zumindest in westlichen „Mainstream-Medien“ (…das Staatsfernsehen totalitärer Regime lassen wir hier einmal außer Acht). Was wir derzeit in neuen und sozialen Medien erleben, ist allerdings eine veritable Zeitenwende in Sachen Lüge und Wahrheit. Lügen haben Höchstkonjunktur, und dies gilt im wahrsten Sinn des Wortes, denn teilweise wird mit raffinierten Lügen schlicht Geld gemacht. Hinzu kommt, dass Onlinemedien aufgrund ihrer psychologischen und technischen Beschaffenheit Lügen geradezu lieben, denn sie bringen alles mit, was man braucht, um hohe Reichweiten, Engagement und lange Nutzungsdauer zu erreichen. Es geht dabei natürlich nicht nur um Geld, sondern auch um das Erzielen von Wirkungen auf Meinungen und Einstellungen. Wir alle wissen das und in unserem Podcast erzählen wir davon.

    Also: Welche Fake News aus der Geschichte sind interessant? Wann hat das Zeitalter der Fake News begonnen? Welches waren die Lügen, mit denen in der jüngsten Zeit Erfolge erzielt wurden? Diese Fragen beantworten wir in Folge I unserer Fake News Episode. Dabei geht es um Anekdotisches – und teilweise einigermaßen Bizarres…

    Quellen:

    Das Bild zur Episode

    Wenn man über Lügen rechcherchiert, kommt man um den ungekrönten König dieser Disziplin, den Lügenbaron von Münchhausen nicht herum. Seine skurrilen Geschichten wären heute Content vom Feinsten – Klicks und Shares garantiert. Wir zeigen hier eine Gravur von August von Wille (1828-1887), auf die legendärste aller Lügengeschichten, der Ritt auf der Kanonenkugel, zu sehen ist.

    Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%BCnchhausen-AWille.jpg

  • Die unbekannte Geschichte des Silicon Valley.

    Die unbekannte Geschichte des Silicon Valley.

    (S2/E15) Was wissen Sie über das Silicon Valley, die Wiege der digitalen Menschheit? Namen wie Facebook, Google, INTEL, Apple. Oder Surfen, Hippies, Drogen, ein mit Peace Zeichen bemalter VW Bus, San Francisco. The Californian Dream. Manchmal kommen Startups aus Garagen vor, in denen Basteleien zu Geschäftskonzepten entwickelt wurden. So schon 1939 gab es das, und viel mehr Garagen in den 70ern bis 90ern.

    In dieser Folge von achwasfm.janlucash.com/ graben wir wieder tiefer, stellen die Frage ob all' diese Entwicklungen im Valley die Kinder von Zufall und California Dreaming waren. Und wie es dazu kam, dass eine ganz nette Gegend südlich von San Francisco vom Obstanbaugebiet (u.a. Äpfel) zum High-Tech Zentrum der westlichen Welt werden konnte. Glauben Sie uns: Auch wir waren bei den Recherchen immer wieder überrascht.

    Schon mal ein Hinweis: Für die Entwicklung von Industrien gibt es einige Voraussetzungen, die von "gegeben" bis "gewollt" reichen können: Nehmen wir einmal das Ruhrgebiet, es bot Energie (Kohle) im Überfluss und lockte damit Unternehmen wie Krupp und Thyssen an, die für ihr Geschäft des Stahlkochens viel Energie benötigen. Strukturell ist die Entstehung des Ruhrgebiets mit dem Silicon Valley verwandt, aber das klären wir detaillierter in dieser Folge auf. Festzuhalten ist: Beides entstand nicht aus dem "Nichts mit einem Big Bang", im Silicon Valley ist es eher eine längere Geschichte, die sich nach "How I Met Your Mother" anhört. Nur das im Valley die Elternschaft schon früher geklärt war, aber eher unbekannt blieb. Damit ist mit dieser Folge von achwasfm.janlucash.com/ Schluß.

    Quellen

    • Wirklich lesenswert – die wahre Geschichte der Entstehung Kaliforniens – mit vielen Parallelen zur Entstehung des Silicon Valleys. Und einer frühen Ur-Urgroßelternschaft für Google, Facebook, HP, Apple.
      Keine namentliche Autor:innenenschaft: History by Norwich University Online, 2017: „Historical Impact of the California Gold Rush“
      Zitat:
      „Der kalifornische Goldrausch von 1849-1855 veränderte Kalifornien, die Vereinigten Staaten und die Welt radikal. Es führte zu einer der größten Migrationen in der Geschichte der USA, wobei Hunderttausende von Migranten in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt nach Kalifornien kamen, um Gold in den Ausläufern der Sierra Nevada zu finden. Dies führte zur Gründung von Boomtowns, schnellem Wirtschaftswachstum und Wohlstand sowie zum Bau von Eisenbahnen, Kirchen und Banken, um die Neuankömmlinge unterzubringen“ (aus dem Englischen übersetzt).
      https://online.norwich.edu/academic-programs/resources/historical-impact-of-the-california-gold-rush
    • Philipp Staab (2017): „Falsche Versprechen. Wachstum im digitalen Kapitalismus“ Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn.
    • Alexander Haasper, Hans-Werner Klein: „Mit Disruption Komplexität meistern – ein folgenschwerer Irrtum!“ in: „Der nächste Trend kommt ganz bestimmt. Facetten von Entwicklungen und erfolgreichen Veränderungsprozessen“. Hrsg. Carsten Fabig und Alexander Haasper. BoD 2020
    • Interesse an Start-Up Garagen? Eine Übersicht …

    https://www.businesspundit.com/11-famous-garage-startups-that-rule-the-world/
    • Uber ist der Prototyp eines konsequent disruptiven Unternehmens. Die beiden folgenden Quellen sind ein Spiel und ein Multimedia Bericht, um mehr über den Solutionism und Disruption zu lernen
    • Uber. Eignest Du Dich als Uber Fahrer? Testen, ob es heute für die Familie und das Leben reichen wird. Anschnallpflicht!
      Das UBER GAME der Financial Times. © The Financial Times Limited 2022.
      https://ig.ft.com/uber-game/
    • Uber. Ein weiteres Beispiel für Disruption und die Folgen für Menschen. Ein kenntnisreicher Bericht aus der New York Times. NOAM SCHEIBER/ Graphics by JON HUANG,  April 2017:
      „How Uber Uses Psychological Tricks to Push Its Drivers’ Buttons“ The company has undertaken an extraordinary experiment in behavioral science to subtly entice an independent work force to maximize its growth.„
      https://www.nytimes.com/interactive/2017/04/02/technology/uber-drivers-psychological-tricks.html

    Episodenbild

    Wir haben nach einem Bild gesucht, das die Geschichte des Staates Kalifornien illustriert. Die lange Suche hatte Erfolg, das „Grand Seal of the State of California“ bietet alles auf einen Blick. Der Ausruf „Eureka – wir haben es gefunden“ ist das Motto des Staates Kalifornien. Die Figur im Vordergrund stellt Minerva, die Göttin der Weisheit dar – und im Bild links sieht man einen Goldgräber. Die Spitzhacke kennen wir bereits aus Staffel 1, Folge 39 https://achwasfm.janlucash.com/folge-039-nur-katzengold-am-ende-des-regenbogens-daten-nutzen/
    Mehr zum Siegel inkl. Grizzly-Bär in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Siegel_Kaliforniens

    Diese Darstellung des Großen Siegels von Kalifornien wurde 1857 von den Brüdern John und George Gibson, zwei Glasmalern aus Philadelphia, hergestellt und war ursprünglich Teil der Deckendekoration des Repräsentantenhauses im US-Kapitolgebäude in Washington, DC. Es hing dort ab 1857 bis 1949 , als das US-Kapitol renoviert wurde. Aktuell ist es im California State Archives, Sacramento, ausgestellt.

    https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=40727515
    Copyright: This work is in the public domain in the United States because it was published (or registered with the U.S. Copyright Office) before January 1, 1928.

  • Nichts Gutes, außer man tut es – Handlungspsychologie

    Nichts Gutes, außer man tut es – Handlungspsychologie

    Wir werden mal ganz grundsätzlich in dieser Folge und denken darüber nach, was die Welt im innersten zusammenhält – sozusagen. In der Psychologie, die ja letztlich versucht, menschliches Verhalten zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen, sind dies so Begriffe wie Motivationen, Handlungen, Absichten, Ziele und – last not least – Emotionen!

    Die Psychologische Theorie, der wir diesmal in wesentlichen Zügen folgen, enthält bzw. verbindet alle diese Begriffe. Sie stammt von zwei amerikanischen Autoren: Michael Scheier und Charles Carver. Die beiden haben sich über viele Jahre hinweg kluge Gedanken um sehr grundlegende Vorgänge gemacht, nämlich die Regelungsmechanismen, die bei der Steuerung und Kontrolle von Handlungsvorgängen wirksam sind. In einem „Handbuch Stress und Kultur“ formulieren es Klaus-Helmut Schmidt und Stefan Diestel so:

    Eigene Verhaltensweisen zu unterbrechen, zu unterdrücken oder in anderer Weise zu verändern, Pläne zu schmieden und langfristig auch gegen innere und äußere Widerstände eigene Ziele zu verfolgen sowie Versuchungen oder Ablenkungen zu widerstehen gehört zu den beeindruckendsten psychischen Funktionen des Menschen.

    Schmidt, K. H., & Diestel, S. (2013). Selbstkontrolle: Kosten und Nutzen in unterschiedlichen Settings. Handbuch Stress und Kultur: Interkulturelle und kulturvergleichende Perspektiven, 139-150.

    Genau!

    Da wir der Überzeugung sind – wie wir in vorigen Episoden unsere Podcasts wiederholt betont haben -, dass das Nutzen von Onlinemedien in vielen Bereichen eben nicht nur als Medienkonsum, sondern als Handeln beschrieben und erklärt werden kann, kommen uns solche Denkansätze überaus gelegen.

    Nur: Stimmt das denn, das mit dem Handeln? Kann man das wirklich in dieser Eindeutigkeit behaupten? Nun, wenn man bedenkt, was im Web, auf Apps und in Games so alles möglich ist, nämlich…

    • Schuhe kaufen;
    • eine/n Partner/in finden;
    • diese/n wieder loswerden;
    • eine Steuererklärung machen;
    • eine Anzeige aufgeben;
    • einen Tisch bestellen;
    • jemanden beleidigen;
    • sich verschönern;
    • nach unten (oder oben) springen;
    • nach der Post sehen;
    • einen Text veröffentlichen;
    • ein Hotel bewerten;
    • eine Fahrrad-Tour planen;
    • etwas verschenken;
    • ….

    …dann könnte man durchaus diesen Verdacht hegen.

    Es scheint also interessant, den angedeuteten Gedanken einmal wirklich zu Ende zu denken, und das heißt in dieser Folge, dass wir die Theorie der Selbst- und Handlungsregulation von Carver & Scheier auf das Web übertragen und dann nachsehen, was daraus wird. In diesem Zusammenhang werden wir nicht nur über Warenkörbe und Formulare, sondern unter anderem auch über Absichten, Ablenkungen, und Abschirmung genauso wie über Reibung, Feedback, Spiel-Design, Drop-Down-Listen, Wartezeiten, passende und unpassende Vorschläge und „New Work“ nachdenken.

    Wesentlich ist, dass es hier keinesfalls um trockene Theorie geht, sondern um sehr praktische Hinweise und Regeln, die sehr gut für die Gestaltung und Bewertung von Online-Produkten und -Erlebnissen angewendet werden können. Was den Ansatz übrigens auch qualifiziert: er liefert Ergebnisse, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen. Es ist mitnichten so, dass es geheimnisvolle psychologische Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen gibt, die einem wachen Verstand nicht zugänglich wären. So gesehen befassen wir uns – einmal mehr – mit der Wissenschaft vom Offensichtlichen.

    Quellen zum Beitrag

    Die Ideen von Carver & Scheier sind in vielen Publikationen und Folgepublikationen erschienen und vielfach kommentiert worden. Die folgenden Beiträge ragen heraus:

    Zum Episodenbild

    Es ist nicht leicht, ein Meme zu so einer abstrakten Idee wie „Handeln“ zu finden. Wir haben uns auf die Suche in der Kunstgeschichte gemacht und sind schließlich mit einem Begriff fündig geworden: Die Ärmel hochkrempeln! „Roll up sleeves“ heißt das im Englischen. Die Bildrecherche lieferte uns neben diversen Agit-Plakaten aus der Arbeiterbewegung u.a. eine Litographie des höchst ehrenwerten Schmiedes Mr. Robert Davies aus dem britischen Wakefield, das auf das Jahr 1837 datiert. Wir haben ihm hier ein digitales Denkmal gesetzt, da er sich bei den Wahlen zum Borough von Wakefield Verdienste um freiheitliche Werte erworben hat. Uns erschien dies höchst beeindruckend (auch wenn wir die Details dieses Geschehens nicht wirklich verstanden haben) und zudem verkörpert Mr. Wakefield für uns in seiner ganzen Haltung wahrhaft entschlossene Handlungsbereitschaft!

    Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Robert_Davies._(BM_1872,0511.964).jpg