Kategorie: Design Pattern

  • Auf den Hund gekommen: klassisches Konditionieren

    Auf den Hund gekommen: klassisches Konditionieren

    (S1/E36) Das Assoziieren von emotionalen Reaktionen und Bedeutungen mit neutralen Gegenständen oder Inhalten ist ein Lebensvorgang wie das Atmen oder Verdauen. Das Thema dieser Folge ist also in dieser Hinsicht ein Klassiker: Wir können bestimmten Dingen oder Inhalten durch das Koppeln mit schon etablierten Gefühle auslösenden Dingen die Macht verleihen, diese nun ihrerseits selbst auszulösen. Dieser Vorgang wird als klassische Konditionierung bezeichnet. Wieder einmal gilt, dass dieses Prinzip eigentlich seit Jahrhunderten bekannt sein dürfte, doch die Wissenschaft hat es erst im frühen 20. Jahrhundert entdeckt und systematisch erforscht. Die Werbepsychologie kennt es seit langem und auch im Web und in sozialen Medien ist es allgegenwärtig.

    Drei Facetten des Themas nehmen wir uns vor: Die erste betrifft die historische Entdeckung und wissenschaftliche Beschreibung des Vorgangs, bei dem ein neutraler Reiz durch wiederholte Kombination mit einer reflexauslösenden Situation die Fähigkeit erwirbt, selbst zum Auslöser zu werden. Erstmals beschrieb dieses Phänomen Iwan Petrovitch Pavlow, ein russischer Arzt und Physiologe (und Nobelpreisträger 1902). Knapp 20 Jahr später beobachtete auf der anderen Seite des Atlantiks der Psychologe John Watson was geschieht, wenn ein man ein Kleinstkind in dem Moment erschreckt, wo es beispielsweise ein kleines Tier sieht. Es bekommt Angst vor dem Tier und auch hier haben wir es mit einer klassischen Konditionierung zu tun.

    Eine Studie von Gerald Gorn aus dem Jahr 1982 gilt als Paradebeispiel der Nutzung dieses Prinzips in der Werbung und ist unser zweites Beispiel. Wer sich das vorstellen will, kann vielleicht einmal bei einem Film den Ton abdrehen – um dann zu beobachten, wie die emotionale Tiefe des Geschehens unmittelbar verflacht. Mit Musik kann man alle möglichen Dinge emotional einfärben und genau dieses Prinzip – das dem einer klassischen Konditionierung entspricht – interessierte Gorn. Und er konnte beobachten, dass Menschen, die dem ausgesetzt sind, sich u.U. überhaupt nicht darüber im Klaren sind, dass sie beeinflusst werden.

    Celebrities sind ebenfalls Objekte, die – wie man es so schön formuliert – „emotional besetzt“ sind. Und die Autoren unseres 4. Studien-Beispiels untersuchten genau deren Wirkung auf die „Brand Attitude“. Nach 5 Darbietungen eines Fake-Produkts mit Jennifer Aniston war die Einstellung der Proband/innen zu diesem Produkt merklich (um 8%) positiver und diese Wirkung war auch nach 2 Wochen noch nachweisbar. Für uns, die wir uns für die Geschichten hinter den Pixeln interessieren, ist hier natürlich der naheliegende Transfer ins Influencer-Marketing relevant.

    Den Abschluss bildet ein raffiniertes Experiment, in dem mit extrem kurzen Darbietungszeiten Bildmaterial aus Facebook verwendet wurde, um sehr schnelle reflexartige Reaktionen der Proband/innen erfassen zu können. Auch hier war sich niemand dieser Prozesse bewusst und es zeigte sich, dass vor allem Intensiv-Nutzer/innen und suchtgefährdete Personen zu emotionalen Reflexen auf Facebook-Symbole neigten.

    Die Quellen zur Podcast-Folge

    Zum Episodenbild

    Klassisches Konditionieren ist nach unserem Wissen niemals der Gegenstand einer künstlerischen Darstellung gewesen. Also haben wir uns dafür entschieden, den namenlosen Haupt-Protagonisten der (übrigens durchaus grausamen) Konditionierungsexperimente von Pavlow ein Denkmal zu setzen. Bilder von Hunden gibt es nun reichlich, meist in den Varianten dekadenter Schoßhund oder edles Windspiel. 1801 malte der belgische Maler Henri Van Assche ein wahrscheinlich von einem liebenden Herrchen oder Frauchen beauftragtes Hundeportrait, dem wir wegen des virtuos beobachteten und gemalten herzzerreißenden Hundeblicks nicht widerstehen konnten.

    Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Portrait_of_a_dog,_seated_on_a_red_cushion,_by_Henri_van_Assche,_1801.jpg

  • Nudging und Dark Pattern. Nicht schubsen!

    Nudging und Dark Pattern. Nicht schubsen!

    (S1/E35) Da sind sie wieder: Die Folgen 3 und 23 brachten Erkenntnisse zum Thema „Dark Pattern“. Schändliches Tun, dem man gerade im Web nahezu hilflos ausgeliefert scheint. Aber halt – da gibt es doch noch „Nudging“ – sozialverträglich, nützlich für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft, egal ob off- oder online. Nudging, so Thaler und Sunstein, die 2008 den Begriff prägten ist ein Methodenkoffer, um das Verhalten von Menschen zu beeinflussen. Im Gegensatz zu Dark Patterns unter der Maßgabe: keine Verbote, keine Gebote, keine Veränderung ökonomischer Anreize.

    Liest sich klar und deutlich abgegrenzt. Hört sich ethisch an. Und scheint nützlich. Wir halten das Thema in’s Licht und entdecken dabei Flecken in Definition und Ausführung, Muster, die uns bemerkenswert bekannt erscheinen.

    Und dann taucht da auch noch ein aktueller (2022) Forschungsbericht auf, der sich mit dem einem Experiment in der digitalen Welt einer Hotelbuchungsplattform bewegt und im Titel den Begriff „Nudging“ trägt. „Backfiring von Digital Nudges: Experimentelle Studie zur Reaktanz durch Scarcity-Nudges“.

    Den erfahrenen Hörer:innen könnte bei diesem Titel ein „achwas?!“ entfahren. War solch eine Plattform nicht bereits in unseren Podcasts als Dark Pattern infiziert bezeichnet worden?

    Eine überraschende Zwischenbilanz zum Thema erwartet Sie in diesem Podcast. Und, als Bonus, wissen Sie auch mehr über Kantineneinrichtungen, die Entschärfung von Haarnadelkurven und was Zigarettenstummel mit den besten Fussballspielern zu tun haben.

    Die Quellen zur Episode

    Richard Thaler, Cass Sunstein: Nudge. Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness
    (Nudging – Wie man kluge Entscheidungen anstößt. 5. Auflage. Econ, Berlin 2008)

    Richard Thaler, Cass Sunstein, Jihn P. Balz:  CHOICE ARCHITECTURE. (2010)

    Harry Brignull’s Website mit einer umfangreichen Sammlung von Deceptive (trügerischen) Patterns online – fomerly known as darkpatterns.org
    https://www.deceptive.design

    Karolina Schabert, Laura Raschle, Anna Fredholm, Lorenzo Pedrazzoli, Georgine Settelen, Annamina Rieder und Reinhard Jung:
    Backfiring von Digital Nudges: Experimentelle Studie zur Reaktanz durch Scarcity-Nudges (Conference Paper · February 2022)

    Zeliadt, Steven B., Scott D. Ramsey, David F. Penson, Ingrid J. Hall, Donatus U. Ekwueme, Leonard Stroud, and Judith W. Lee. “Why Do Men Choose One Treatment over Another?” Cancer 106 (2006): 1865–74.

    Zum Episodenbild

    Das Episodenbild aus dem Jahre 1821 zeigt eine Schaukel mit dem Geschwisterpaar Alexander II, dem späteren Zar Alexander II, und seiner jüngeren Schwester Maria Nikolaevna.

    Der Maler ist George Dawe, ein in seiner Zeit berühmter britischer Potraitmaler (1781-1829).

    Eine Schaukel ist eine passende Metapher für Nudging: Manchmal braucht es einen leichten Schubs einer zweiten Person, um die Schaukel zum Schwingen zu bringen. Dann lernt man schnell, wie man sich ohne Schubs bewegt, wenn eine hilfreiche Person einen mit einem „bis in den Himmel“ anspornt.

    Quelle Wikimedia
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alexander_ii_and_maria_nikolaevna.jpg

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  • Nobelpreis für 2 Gehirne. Vorurteil & Launen.

    Nobelpreis für 2 Gehirne. Vorurteil & Launen.

    (S1/E31) Die Überschrift scheint eindeutig irritierend, wir lösen auf. Die beiden Gehirne gehören Daniel Kahneman und Amos Tversky. Ihre Expertise: Die Rolle der Psyche bei – auch ökonomischen – Entscheidungen. Den Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften nahm Daniel Kahneman 2002 entgegen – für die Forschung zu den funktionalen Gehirnen in jedem von uns: System 1, dem schnellen – und System 2, dem langsamen Denken. Amos Tversky erlebte die Ehrung nicht, er ist 1996 verstorben.

    Weshalb nun der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften? Tversky und Kahneman führten mit ihrer Forschung die Psyche in die Theorien von ökonomischen Entscheidungen ein. Bis dato war es der „Homo Oeconomicus“, der zweckrational, bilanziert, weder von Gefühlen noch Launen beeinflusst, sich auf dem Markt entscheidet.

    Kahneman hat zusammen mit den Kollegen Cass Sunstein und Olivier Sibony zu einem weiteren Phänomen unseres Denkens geforscht: „Noise“ (übersetzt mit Rauschen, Störgeräuschen) fügt schnellem und langsamen Denken als systematisierbare Dimensionen eine weitere hinzu: Heuristiken sind wiederverwendbare Muster, während „Noise“ ebenfalls unser Handeln unbewusst, aber zufällig, beeinflussen kann. Wir „sind schlecht drauf“, „ungerecht“, „launisch“ nicht als Persönlichkeitsmerkmal, sondern weil uns gerade eine Laus über die Leber gelaufen ist oder der Blick aus dem Fenster zeigt: Heute Grillen fällt wegen Regens aus.

    Unser Fazit: Trau! Schau! Wem?“ (Volksmund). Und: „Zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu“ (Jürgen Wegmann). Und eine Frage an die werte Leser-/Hörerschaft: tun wir gut daran, der Künstlichen Intelligenz nur unsere Heuristiken, das System 1, zu schenken?

    Was das mit Web und App, Zimmerbuchungen unter Druck und digitalen Stimmungsaufhellern zu tun hat, erzählen wir in dieser Folge.

    Die Quellen zur Episode

    Zunächst die bekanntesten erwähnten Werke zum Thema

    • „Schnelles Denken, langsames Denken“ Daniel Kahneman. 2016
    • „Noise: Was unsere Entscheidungen verzerrt – und wie wir sie verbessern können“ Daniel Kahneman, Olivier Sibony, Cass R. Sunstein. 2021
    • Daniel Kahneman, Paul Slovic, Amos Tversky (Hrsg.): Judgment under Uncertainty: Heuristics and Biases. Cambridge University Press, New York 1982
    • Fairness versus Reason in the Ultimatum Game, Martin A. Nowak, Karen M. Page, Karl Sigmund (Institut for Advanced Studies, Princeton September 2000. Science Vol 289
    • Ende gut, alls gut! Der Recency Effekt.
      Quelle: Kahneman, Daniel; Fredrickson, Barbara L.; Schreiber, Charles A.; Redelmeier, Donald A. (1993). “When More Pain Is Preferred to Less: Adding a Better End”. Psychological Science. 4 (6): 401–405. doi:10.1111/j.1467-9280.1993.tb00589.x.
    • Russell J. Fuller: Amos Tversky, Behavioral Finance, and Nobel Prizes in Financial Analysts Journal, Band 52, No. 4 (Jul./Aug. 1996), S. 7–8.

    Zum Episodenbild:

    Wenzel Hollar 1607 – 1677 wurde in Prag geboren und starb in London. Er war ein angesehener Kupferstecher.
    Das Episodenbild zeigt ein Vexierbild, ein Bild mit je nach Wahrnehmung unterschiedlichen Inhalten. Oftmals wurden solche Bilder von den Künstlern genutzt, um neben dem Offensichtlichen auch noch Inhalte darzustellen, „auf die man erst einmal kommen musste“ -sowohl System 1, das schnelle Erfassen, wie auch System 2, das gründliche Denken werden von Vexierbildern angesprochen.

    Leider wissen wir bis auf den offensichtlichen Titel „Landschaft in Form eines Gesichts“ und den Künstler wenig über das Episodenbild. Nur: Vexierbilder waren ein im 17. Jhd, beliebtes Genre.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/04/Wenceslas_Hollar_-Landscape_shaped_like_a_face%28State_1%29.jpg?uselang=de

  • Mehr über Dark Patterns – No te escaparás!

    Mehr über Dark Patterns – No te escaparás!

    (S1/E23) Wir greifen ein Thema auf, das in der dritten Folge unseres Podasts mit dem Titel „Dark Patterns. Die Einführung, oder: der kochende Frosch“ schon vorbereitet wurde. Es geht also wieder um betrügerische Muster und Manöver, mit denen Spieler/innen und Nutzer/innen weltweit aufgehalten, abgelenkt, ausgenommen, mindestens aber genervt werden. Und diesmal werden wir enzyklopädisch: Wie viele solcher Dark Patterns gibt es nun eigentlich? Woher kommt das Konzept? Wie kann man es definieren? Was kann die Wissenschaft derzeit dazu sagen? Gibt es vergleichbare, verwandte Phänomene?

    Drei sehr unterschiedliche wissenschaftliche Quellen haben wir diesmal ausgewertet, und am Ende der Folge werden wir 19 (in Worten neunzehn) Muster benannt und erklärt haben.

    Erstens gebührt dem britischen User Experience Designer Harry Brignull die Ehre, das Konzept zwar nicht erfunden, aber doch immerhin erstmals benannt zu haben. Das war im Jahr 2010. Damit war eine Möglichkeit geschaffen, es zum Gegenstand einer Diskussion zu machen. Ohne den Begriff oder das sprachliche Etikett wäre die Suche nach Dark Patterns und ihren Hintergründen natürlich sehr viel schwieriger – Umschreibungen helfen da nicht. Die wichtigsten Pattern aus der Sammlung von Harry Brignull stellen wir vor.

    Zweitens promovierte – im Jahr 2012 – ein junger Wissenschaftler namens Chris Lewis an der California State University zum Thema „Motivational Patterns“ – wohlgemerkt: nicht „dark“. Er verarbeitete seine Dissertation zu einem Buch weiter, das den verräterischen Titel „Irresistible Apps“ trägt (Quellenangabe s.u.). Es gibt zwei Unterschiede zu Brignull: Lewis betrachtet vor allem Muster aus dem Bereich Computerspiele und während Harry Brignull das Thema eher über konventionelle Anwendungen und im e-Commerce erklärt. Und während Brignull andererseits eher etwas oberflächlich, man könnte sagen: phänomenologisch, vorgeht, erstellt Lewis einen theoretischen Unterbau. Das gefällt uns, zumal er im Hintergrund mit Motivationen argumentiert. Auch seine Definition von Dark Patterns ist interessant. Demnach liegt ein Dark Pattern vor, wenn Benutzer/innen bei einer Transaktion im Web mehr (a) monetäre, (b) zeitliche oder (c) soziale Ressourcen verlieren, als sie vorher erwartet haben.

    Drittens hat ein Autoren-Team der US-amerikanischen Purdue University im Jahr 2018 damit begonnen, Dark Patterns empirisch zu untersuchen, sprich: zu sammeln und zu klassifizieren. Die Situation ist ähnlich der eines Zoologen, der im Urwald umherkraucht, Insekten einfängt, sammelt, klassifiziert und über ihre Verwandtschaftsbeziehungen nachdenkt. Im Mittelpunkt steht hier also nochmals die Frage nach der Klassifikation: Welche Patterns gibt es?

    Übrigens: Das Thema ist damit noch nicht erschöpft. In einem dritten Beitrag werden wir uns um die rechtlichen Aspekte und die aktuelle Wahrnehmung des Phänomens Dark Patterns in der politischen und medialen Öffentlichkeit kümmern.

    Quellen zum Thema:

    • Mittlerweile klassisch: Die Website von Harry Brignull zu Dark Patterns:
      https://www.darkpatterns.org/
    • Der „Talk“, auf dem er das Konzept erstmals vorgestellt hat, findet sich auf dem YouTube Kanal von Harry Brignull – soweit es sich nachvollziehen lässt, ist dies also die Geburtsstunde des Begriffs „Dark Patterns“.
      https://www.youtube.com/watch?v=zaubGV2OG5U
    • UI-Patterns.com ist die überaus praktische und umfangreiche Musterbibliothek für Interface-Designer/innen, die wir am Anfang der Folge erwähnen. Was wir nicht erwähnen: Es gibt hier auch Überredungsmuster oder motivational Patterns!
      http://ui-patterns.com/

    • Zu dem Artikel on Gray et al. zu empirisch klassifizerten Dark Patterns, den wir im letzten Drittel der Podcast-Folge besprechen, gehört folgende Literaturangabe (kann auf Google Scholar gefunden werden):
      Gray, C. M., Kou, Y., Battles, B., Hoggatt, J., & Toombs, A. L. (2018, April). The dark (patterns) side of UX design. In Proceedings of the 2018 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems (pp. 1-14).
    • Schließlich das Buch von Christopher Lewis über „Irresistible Apps“:
      Lewis, C. (2014). Irresistible Apps: Motivational design patterns for apps, games, and web-based communities. Apress.

    Das Bild zur Folge:

    Der spanisch-französische Maler und Grafiker Francisco Goya war für seine Zeit ein sehr kritischer und avantgardistischer Geist, der sich u.a. mit Anti-Kriegs-Bildern, die trotz der zeitlichen Distanz bis heute wirklich ergreifend sind. Seine Sonderrolle in der Kunstgeschichte wird durch die oft wiederholte Aussage unterstrichen, dass er der letzte alte Meister und zugleich der erste Maler der Moderne gewesen sei.

    In einer Serie von Radierungen, die er um das Jahr 1799 hergestellt hat, betitelt „Los Capricios“ (Einfälle), findet sich das Bild einer jungen Frau, die von Dämonen umringt wird. Noch scheint sie sich frei und schwerelos zu bewegen, aber man ahnt, was geschehen wird… Uns schien das Bild sehr gut geeignet die Idee von „Dark Patterns“ zu visualisieren. No te escaparás! (Du wirst uns nicht entkommen!)

    Bildquelle: https://es.wikipedia.org/wiki/No_te_escapar%C3%A1s#/media/Archivo:No_te_escapar%C3%A1s.jpg

  • Mixtape I. Autokorrektur / Cluetrain / Microtargeting / Web 2.0

    Mixtape I. Autokorrektur / Cluetrain / Microtargeting / Web 2.0

    1. Autokorrektur durch Excel
    2. Cluetrain Manifest
    3. Microtargeting – Wahlen
    4. Web 2.0 – Aktuell

    (S1/E14) Track 1: Maschinelle Autokorrektur reloaded? In Folge 4 beschäftigten uns Autokorrekturen von Industrie-Scannern. Die Richtigkeit der Scans der Baupläne von Gebäuden oder Maschinen, Steuererklärungen und amtlichen Dokumenten wurde der Schnelligkeit des Scans und der Größe der Files geopfert. Nicht korrigierbar, da vielfach Originale geschreddert wurden.
    Diesmal geht es um Genforschung. Eigentlich begegnet uns keine Autokorrektur, sondern eine Eigenart von Exel. Beim Einlesen von Daten werden abgekürzte Gennamen fälschlicherweise als Datum erkannt und gespeichert. Aus SEPT4 und MARCH1 werden der 4-Sep, 1-Mar (4. September, 1. März). Das Problem ist seit 2016 bekannt – und „verseucht“ laut einer Studie in 2021 über 30% aller Genstudien weltweit. Das erschwert die Erforschung von Krankheiten und die Entwicklung neuer Medikamente u.a. gegen Krebs.

    Track 2: Das Cluetrain Manifest ist ein historischer Meilenstein in der Ideengeschichte des Internet. Es wurde im Jahr 1999 von – damals – namhaften Autor/innen aus dem Web-Business – Blogger, Entwickler, Autoren, Startup-Gründer (und -innen) – geschrieben, veröffentlicht und signiert. Es formuliert in 95 Thesen die Vision eines von Nutzern/innen, Kunden/innen und Leser/innen beherrschten Mediums, in dem die Organisationen und Firmen nicht mehr alleine den Ton angeben können. Die positive Vision eines Mediums, in dem Hierarchien verschwinden und jeder mit genügend Mut und Talent alles erreichen kann.

    Track 3: Microtargeting revisited! Zeit der Wahlen – die hohe Zeit für Einflussnahme in Social Media. Nimmt man an. Das es tatsächlich so ist, zeigt eine investigative Recherche der ARD. Einem Journalisten gelingt der Kontakt zu den Nachfolgern und Wettbewerbern von Cambridge Analytica. Dieses Unternehmen ist uns schon in der ersten Folge begegnet. Aber haben diese auch Einfluß im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 genommen?
    Oder waren die Parteien selbst unterwegs auf Facebook? Jan Böhmermann hat dies von einem Team mit einer geschickten Versuchsanordnung untersuchen lassen. Da gab es Parteien, die je nach Zielperson widersprechende Botschaften übermittelt haben. Ergebnis: Microtargeting ist aktueller denn je.

    Track 4 – Die Web 2.0 Konferenz fand 2004 in San Francisco statt, und auch hier kann man von einem Meilenstein der Entwicklung von Ideen rund um das Web sprechen. Der wichtigste Impulsgeber auf der Konferenz der war Tim O’Reilly (der Chef des gleichnamigen Verlags), insbesondere seine Web „2.0 Tag Cloud“ wurde damals Hunderte male geteilt und zitiert. Das Konzept Web 2.0 umfasste dabei die sozialen Aspekte der Onlinemedien, technologische und geschäftliche Auswirkungen, vor allem aber die neuen Chancen.

    Die Geschichte zum Beitragsbild

    Die Bilder des Renaissancemalers Guiseppe Arcimboldo hat jede/r schon einmal gesehen, sei es in einem Kunstband, einem Museum, einer Zeitschrift oder als Illustration einer Werbung. Für uns ist das Bild des „Sommers“ eine Allegorie des Mixtapes: Unterschiedliche Früchte und Gemüse werden so angeordnet, dass, wie in einem Mosaik, ein ganzheitliches Bild zu sehen ist.

    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arcimboldo_Summer_1563.jpg

    Quellen

    Track 1: Autokorrektur schreibt Fehler in Gendaten.
    Track 2: Das Cluetrain Manifest
    Track 3: Microtargeting
    • Der Beitrag der ARD, Reportage & Dokumentation: Die Story im Ersten: Wahlkampf undercover | ARD Mediathek
      (Video war verfügbar bis 30.08.2022)
    • Zusätzliche Information, Eine Dokumentation auf ARTE
      „Ingenieure des Chaos: Informatiker, Meinungsforscher und Big-Data-Experten, die im Verborgenen Schlachtpläne für Politiker erstellen. Sie kennen keine Skrupel, wenn es darum geht, ihren Kandidaten zum Sieg zu verhelfen …“
      Beitrag nicht mehr verfügbar.
    • Böhmermann, ZDF Magazin Royal vom 24.9.2021
      „Mit zielgerichteter Werbung versprechen uns Parteien mithilfe von Facebooks Datenflut genau das, was Onkel Jürgen vom Dorf und Tante Stella aus der Großstadt hören wollen. Eine ziemlich mächtige Werbetechnik“. aus:
      Video leider nicht mehr verfügbar.
    • Bonus Information: Die Schlümpfe. Band 2: Schlumpfissimus. König der Schlümpfe. Ein (namenloser) Schlumpf macht jedem Dorfbewohner individuell passende Versprechen, wird zum Anführer gewählt und zwingt den Schlümpfen seinen Willen auf. Ein Aufstand gelingt – und er ward nimmermehr gesehen:
      Das 1966 erschienene Buch scheint eine „Blaupause“ für zielgerichtete Werbung durch Microtargeting zu sein.
    Track 4 – Web 2.0
  • Wo laufen Sie denn? Customer Journey und Touchpoint Management

    Wo laufen Sie denn? Customer Journey und Touchpoint Management

    (S1/E13) Wenn Sie diese Podcast-Folge gehört haben werden, wissen Sie, was die unterschiedliche Gestaltung von französischen und englischen Gärten mit Ihrem Einkaufserlebnis im Web zu tun hat. Wie beispielhaft angenehm trotz Fernbeziehung zu den Kunden das Shopping im Web gestaltet wird. Sie bekommen in dieser Folge exklusiv einen tiefen Blick in den Regieraum eines Multi-Milliarden Geschäfts.

    In dieser Podcast-Folge geht es um die Gestaltung des Einkaufens im Web. Ein schwieriges Unterfangen – stellen Sie sich vor, Sie stünden zum ersten Mal vor der Frage: Wie mache ich E-Business und an was muss ich alles denken? Als Geschäftsinhaberin eines neuen Ladens aus Ziegeln und Mörtel richtet man seinen Laden ein, sorgt für volle Regale, wirbt um Kunden, schliesst den Laden auf und verkauft live an echte Menschen. Spricht mit Kund:innen, fragt nach Wünschen, berät, nimmt Reklamationen auf, hat eine klare Linie im Kopf und verändert Angebote und Darbietung kundenorientiert. Schliesst des Abends den Laden zu, macht Kasse und Buchhaltung. Bestellt nach.

    Im Web geht’s genauso, nur ohne analoge direkte Kontakte. Und damit wird es schwieriger. Dass diese Art des Verkaufens bereits ihre Vorläufer in Versandunternehmen mit gedruckten Katalogen hat(te), hilft nur bedingt.

    Was weiterhilft, ist die kluge Auswertung von Daten der Besucher. Das generiert zum einen Wissen über die Wege der Kaufenden zum Produkt (auch ausserhalb des Shops), die „Customer Journey“. Und analysiert die Stationen, wo Kunden wirkliche Berührungspunkte zum Produkt und Shop haben, die, so heisst der Fachbegriff, „Touchpoints“. Eine bewusste Gestaltung der Kundenreise und der Berührungspunkte erleichtern Suchen, Finden, sich entscheiden und das Kaufen.

    Stetige Datenanalysen ermöglichen es auch, die Shops zu optimieren, eine höhere Wandlung von Besuchern zu Interessierten und Kaufenden zu erreichen. Diese Conversion ist ein wichtiger Schlüssel, um den Erfolg des E-Business zu messen.

    Eine überraschende Erkenntnis dieser Folge von …achwas?!® ist, dass es für ein gelungenes E-Business sowohl der klaren, übersichtlichen Struktur französischer wie auch der eher überraschenden, zum Entdecken einladenden Gestaltung englischer Gärten bedarf.

    Quellen

    • Wie baue ich ein perfektes Webbusiness? Die 1 Mio. $ Frage beantworten Dutzende von Büchern und Websites. Die Orientierung an den Erfolgreichen kann helfen, aber: Vielleicht haben diese nur zufällig überlebt? Oder sind in drei Jahren schon vergessen.

      Einen guten Ausgangspunkt findet man auf dieser Webseite
      https://www.versacommerce.de/blog/checkliste-webshop

      Und "stay tuned", Sie werden immer wieder Folgen auf "achwasfm.janlucash.com/" zum Thema E-Business / E-Sales / E-Commerce gefunden haben.
    • Touchpoint Management mit fast all‘ seinen Facetten ist ein weites Feld. Eine gute, praxisorientierte Einführung und tiefere Erkenntnisse gib es im Sammelband „Touchpoint Management – Entlang der Customer Journey erfolgreich agieren“ der Herausgeber Bernhard Keller und Cirk Sören. In diesem Band finden sich auch die Checklisten für gelingendes Touchpoint Management. https://www.nymphenburg.de/buecher-items/articles/touchpoint-management.html
    • In seinem Beitrag „‚Kauf, Du Sau‘: Wie Echtzeitwerbung die Kreativität tötet“ beschäftigt sich Dominik Grollmann mit fortgeschrittenen Marketinginstrumenten wie Programmatic Buying und Realtime Advertising (höre Folge 6 von …achwas?! Die andere Google Story). In diesem Zusammenhang fällt auch der zitierte Satz „Kauf Du Sau!“.
      https://www.ibusiness.de/members/aktuell/db/499304grollmann.html

    • Touchpoint Management ist mehr als ein Werkzeug des Verkaufs. Die Analyse der Customer Journey trägt auch zur Produkt- und Service-Entwicklung bei und lässt frühzeitig neue Trends erkennen: “Use Big Data to Create Value for Customers. Not Just Target Them“. Der Forscher Niraj Dawar führt dazu aus, dass der wirkliche Beitrag in der Gestaltung des Nutzungs- und Produktmehrwerts für den Kunden liegt. “Only this will allow marketers to turn data into sustainable competitive advantage“.
      Niraj Dawar, Harvard Business Review vom 16.8.2016.

    Die Geschichte zum Beitragsbild

    Heinrich Zilles Zeichnung trägt den Titel: „Konsum-Genossenschaft. „Frida – wenn Deine Mutter ooch in’s „Konsum“ koofte wärste schon lange een kräftiges Kind – sag’s ihr!“ und stammt aus dem Jahr 1924.
    Zille’s „Miljöh“-Bilder sind voller empathischer Präzision, stellen klar, nie bloß und wecken Verständnis für die „kleinen Leute“ im Berlin vor 100 Jahren.
    Für die Betreiber einer E-„Konsums-Genossenschaft“ wären die Menschen auf den Bildern Prototypen und Personas.
    Die Datenströme von Customer Journey und Touchpoint Management erschliessen sich allerdings weniger intuitiv als Zilles Zeichnungen.

    Zur sehr spannenden Geschichte der ungewöhnlichen Berliner „Konsum-Genossenschaft“ gibt es einen umfassenden Artikel in der Wikipedia.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgenossenschaft

    Zilles Bild in der wikimedia:
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heinrich_Zille_Konsum-Genossenschaft.jpg?uselang=de

  • Darf’s ein bisschen mehr sein? Die banale Geschichte vom Infinite Scrolling.

    Darf’s ein bisschen mehr sein? Die banale Geschichte vom Infinite Scrolling.

    (S1/E07) Du bist heute lange auf youtube, TikTok und Pinterest unterwegs gewesen. Du hast auch eigentlich schon seit dem Mittag nichts mehr getrunken und – seien wir ehrlich – eigentlich weißt Du gar nicht so recht, was Du heute gemacht hast. Das ist kein Zufall. Es gibt Muster in der Gestaltung von Internet-Plattformen, die ziemlich unauffällig aber trotzdem sehr mächtig sind. Und die halten Dich, ohne dass Du es bemerkst, länger fest als Du denkst…

    Eines dieser Muster ist „Infinite Scrolling“ oder „Endless Scrolling“. Natürlich wissen wir alle, was damit gemeint ist: Wir kommen am Ende einer Seite mit Inhalten (auf Pinterest, Facebook, Google, Reddit, Tumblr…) an und stellen fest… es gibt gar kein Ende. also Scrollen wir weiter, denn das ist doch irgendwie nahe liegend, oder nicht? Andere Beispiele: während der letzte Film noch läuft, wird der Vorspann für den nächsten Film schon geladen (Netflix) oder gleich abgespielt (youtube)… Zugegeben: das ist kein Endless Scrolling, aber der Mechanismus ist sehr ähnlich. Wir sind in einer für Menschen in den vergangenen 150.000 Jahren doch eher ungewöhnlichen Situation, denn etwas, das wir konsumieren, ist in unendlicher Fülle vorhanden. Warum passiert das ausgerechnet heute und ausgerechnet in sozialen Medien?

    Die Geschichte zum Beitragsbild:

    Das Schlaraffenland, in dem Milch und Honig fließen, in dem gebratene Tauben umherfliegen oder Spanferkel gleich mit dem für ihren Verzehr passenden Besteck herumlaufen, wird seit Jahrhunderten in Erzählungen und Bildern dargestellt. Die wahrscheinlich berühmteste Darstellung wurde von Pieter Breughel (d. Älteren) 1567 gemalt. Die unausgesprochene Frage hinter dem Bild: Was mag aus den Menschen werden, wenn sie über die zur Stillung ihrer Bedürfnisse erforderlichen Dinge in unendlicher Menge verfügen…? Brueghel war daran gelegen, den Betrachter*innen das zu zeigen, worin sich alle Erzählungen zum Schlaraffenland einig sind: seine Bewohner’innen werden eher das Gegenteil von aktiv, intelligent, agil, gesund, attraktiv und sportlich.

    Zu unserem Episodenbild gab es einen schönen Beitrag auf ZDFKultur in der Rubrik „Geheimnis der Bilder“. Der Beitrag ist leider nicht mehr online.

    Quellen:

    • Der am Ende des Podcasts erwähnte Beitrag von Ludmila Lupinacci, „Absentmindedly scrolling through nothing„, erschienen in der Zeitschrift Media, Culture & Society, ist ebenfalls im Internet auffindbar. Auf der Website der Bibliothek der London School of Economics.
  • Dark patterns, oder: Der kochende Frosch

    Dark patterns, oder: Der kochende Frosch

    (S1/E03) Wir machen in diesem Beitrag auf ein Phänomen aufmerksam, das uns im Web, in Apps, in (Online-) Spielen in sehr verschiedenen Erscheinungsformen begegnet, aber eine gemeinsame Wurzel hat: „Dark Patterns“ sind mehr oder weniger offene Taktiken, mit denen Informationsanbieter, Shops, Spiele-Anbieter ihr Publikum zu bestimmten Verhaltensweisen leiten, überreden, manipulieren, zwingen wollen.

    Sie folgen dabei ihren eigenen Interessen, und leider sind sie nicht selten erfolgreich: Wir kaufen, bestellen, übergeben persönliche Daten, erteilen Genehmigungen, treffen Entscheidungen nicht so, sondern anders, klicken nicht diesen, sondern jenen Button. Im Hintergrund sind hier Erkenntnisse der Psychologie in der Geschmacksrichtung „Verhaltensökonomie“, die auf teils sehr offensichtlichen, unter Umständen aber auch auf subtilen Effekten und Mechanismen beruhen.

    Der Stimmzettel zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich
    Der Stimmzettel zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich ist sicher nicht das erste historische Dark Pattern, aber eines, das wirklich rabenschwarz ist. Wahlen müssen frei und unbeeinflusst stattfinden – natürlich. Doch hier gibt es keine freie, sondern eine richtige und eine falsche Entscheidung!
    Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stimmzettel-Anschluss.jpg

    Das Arsenal der Taktiken, Tricks und Täuschungen im Web, in Spielen, Shops und Apps ist groß, vielfältig und psychologisch so interessant, dass wir dem Thema sicherlich mehr als einen Beitrag widmen werden.

    …und was das mit kochenden Fröschen zu tun hat? Das verraten wir hier natürlich nicht. Hört Euch / hören Sie sich den Beitrag an!

    Die Geschichte zum Beitragsbild:

    Betrug und Täuschung sind sicherlich so alt wie die Menschheit. Das Bild zu unserem Blog-Beitrag zeigt ein berühmtes Gemälde des niederländischen Malers Hieronymus Bosch. Man sieht ein „Dark Pattern“ aus dem 15. Jahrhundert, in dem ein listiger Gaukler sein Publikum ablenkt, sodass sein Komplize das Publikum hinterrücks um seine sauer verdienten Gulden erleichtern kann. Auch hier gelten die Gesetze der Psychologie der Dark Patterns.
    (a) Sorge dafür, dass Dein Publikum über spektakuläre Effekte und Inhalte Bauklötze staunt.
    (b) Versetze es in einen Zustand reduzierter Ablenkbarkeit.
    (c) Nutze die hierdurch entstehenden Möglichkeiten…!

    Quellen:

    • Die Referenz zum Thema Dark Patterns schlechthin stammt von dem Designberater Harry Brignull, der übrigens nicht ganz zufällig einen Ph.D. (einen Doktorgrad) in Cognitive Science hat.
      aus „darkpatterns.org“ wurde „deceptive.design
    • Über den lustigen Aprilscherz der Firma Gamestation mit den 7.500 über AGBs verkauften Seelen, der im Podcast erwähnt wird, kann man u.a. in dieser Meldung auf golem.de nachlesen:
      https://www.golem.de/1004/74564.html
    • Wer sich für die Geschichte rund um den kochenden Frosch interessiert, findet in der „Wikipedia“ den besten Ausgangpunkt für eine Recherche. Mit etwas Geduld findet man von hier aus sogar die Originalarbeiten aus dem 19. Jahrhundert, in denen – angeblich – Frösche gekocht wurden.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Boiling_frog